Warum Sprünge in DSD schwierig sind.
DSD ist ein 1-Bit-Stream, der mit extrem hohen Frequenzen abgetastet wird — 2,8 MHz für DSD64, bis zu 22,5 MHz für DSD512. Anders als bei PCM, wo jedes Sample direkt Amplitudeninformation trägt, kodiert DSD die Amplitude über die Dichte von Einsen und Nullen über die Zeit. Das Signal in einem Moment hängt von den umliegenden Samples ab.
Wenn du zu einer anderen Stelle in einem DSD-Track springst, landest du mitten in diesem Dichte-Muster. Die Samples direkt vor deinem Sprungpunkt sind weg. Die nachfolgenden Samples erwarten einen kontinuierlichen Signalkontext. Ohne diesen Kontext sieht der DAC eine Diskontinuität — und Diskontinuitäten in einem 1-Bit-Stream erzeugen hörbare Artefakte.
Diese Artefakte sind nicht subtil. Sie äußern sich als Klicken, Knacken, kurze Stillen oder — am schlimmsten — als erzwungener Wechsel zurück zu PCM, was den Sinn von DSD-Wiedergabe komplett aushebelt.